Diagnose: gebrochenes Herz

[Sponsored Post] Die schmerzhafte Diagnose lautet auf Broken-Heart-Syndrom. Was sich anhört wie der Titel eines Liebesromans, ist tatsächlich ein medizinisches Phänomen, mit dem nicht zu spaßen ist. Ein gebrochenes Herz bedeutet nicht nur Liebeskummer, sondern kann ernstzunehmende Auswirkungen auf wichtige Funktionen des Körpers haben, die in einigen Fällen sogar bis zum Tod führen.

Die Krankheit wurde erstmals 1991 beschrieben und erhielt den ersten Namen „Tako-Tsubo“ von einer japanischen Tintenfischfalle. Diese Namensgebung spielt auf die Form eines Kruges mit kurzem Hals an, die an die eigentliche Form der linken Herzkammer erinnert. Mediziner bezeichnen die relativ junge Krankheit auch als Stress-Kardiomyopathie.

Ursache und Verlauf des Broken-Heart-Syndroms

Die Symptome des Broken-Heart-Syndroms sind heftige Brustschmerzen und plötzliche Luftnot, die ähnlich stark sind, wie bei einem Herzinfarkt. Für die Fehlfunktionen des Körpers sind wahrscheinlich überschüssige Stresshormone verantwortlich. Diese sorgen dafür, dass die Herzkranzgefäße verkrampfen und der Herzmuskel nur noch schlecht durchblutet wird. Die nicht mehr voll funktionsfähigen Herzfunktionen können in wenigen Fällen sogar bis zum Tode führen.

Die Gründe für die extreme Produktion von Stresshormonen können vielfältig sein. Es können außergewöhnliche Stresssituation sein, wie der Verlust eines nahestehenden Menschen oder das Opfer eines Überfalls gewesen zu sein, die letztendlich zu den Symptomen führen. Aber auch extrem positive und überraschende Erlebnisse wie ein Lottogewinn können eine hohe Adrenalinausschüttung des Körpers bewirken. Hauptsächlich tritt das Broken-Heart-Syndrom bei älteren Frauen auf, die ihre Wechseljahre bereits hinter sich haben und zwischen 50 und 70 Jahren alt sind. In dieser Zeit reagiert der weibliche Körper besonders auf Stresshormone. Auch bei Männern wird die Krankheit diagnostiziert, allerdings tritt diese deutlich seltener auf.

Bei den Menschen, die an der Krankheit leiden, kann dann im wahrsten Sinne des Wortes von einem gebrochenen Herzen gesprochen werden. Was der Volksmund als Herzschmerz bezeichnet und damit auf die Trennung von der oder dem Liebsten anspielt, kann auf das Herz unterschiedliche Auswirkungen haben. Das Organ ist sehr anfällig für Hormonschwankungen und Stresssituationen. Der Herzschmerz oder ein gebrochenes Herz, kann also in vielen Situation nicht nur im übertragenem Sinne verstanden werden, sondern tatsächlich in physischen Schmerz übergehen.

Behandlung und Vermeidung des Broken-Heart-Syndroms

Bei einer starken emotionalen Belastung und häufig auftretenden Schwächeanfällen oder Schwierigkeiten mit der Atmung, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Tritt das Syndrom wiederholt auf, kann es mit angst- und stressreduzierenden Medikamenten behandelt werden. Außerdem verabreichen Ärzte blutverdünnende Mittel wie Aspirin, um vorsorglich für eine bessere Blutzirkulation zu sorgen. Bei schwerwiegenden Symptomen ist ein mehrtägiger Aufenthalt auf der Intensivstation mit einer ärztlichen Überwachung der Herzfunktionen erforderlich. Aufgrund der kurzen Geschichte des Borken-Heart-Syndroms gibt es noch keine Standardtherapie. Grundlegend wird im Akutstadium eine Monitorüberwachung durchgeführt und der Patient mit Medikamenten versorgt, bis sich die Herzfunktionen stabilisiert haben.

Oft sind sich ältere Menschen nicht darüber bewusst, dass sie sich in einer Stresssituation befinden und nehmen diese als gegeben hin. Schon das ständige Aufregen über den Nachbar oder Ärger mit dem Vermieter, kann zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen im Körper führen. Das muss natürlich nicht in einer Krankheit enden, sollte aber bewusst verarbeitet werden. Jegliche Vermeidung von unnötigen Stresssituationen beugt nicht nur einem gebrochenem Herzen vor, sondern macht das Leben auch allgemein angenehmer. Der bewusste Umgang mit Stress und Verlusten hilft also letztendlich der eigenen Gesundheit und steigert die Lebensfreude.

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